06196 - 7666 010 Info@Freund-Service.de

Ausbildung zum Dachdecker/in

Dachdecker/innen errichten Dächer, verkleiden Außenwände zur Wärmedämmung und dichten Dach-, Wand- und Bodenflächen an Bauwerken ab. Darüber hinaus warten und reparieren sie Dächer und Fassadenbekleidungen und setzen sie instand.

Dachdecker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Häuser und andere Bauwerke brauchen Dächer und Abdichtungen gegen Wind und Wetter, damit sie trocken und in gutem Zustand erhalten bleiben. Hierzu tragen Dachdecker bei, indem sie Dächer und Wandflächen mit unterschiedlichen Materialien, wie z. B. Ziegeln, Schiefer, Platten und Dachsteinen bekleiden. Sie dichten Flächen gegen Feuchtigkeit ab und stellen Isolierungen gegen Kälte und Wärme her. Selbstverständlich erledigen sie auch einen Großteil der notwendigen Vorarbeiten.

Dachdecker …

  • stellen Holzkonstruktionen für Dachstühle her
  • führen Wärmedämmungen im Dachbereich aus
  • decken Dach- und Wandflächen mit Schiefer, Dachplatten, Schindeln (kleine Naturholzplatten), gewellten Platten (aus Kunststoff oder Faserzement), Dachziegeln und Dachsteinen ein
  • dichten Dachflächen, Wand- und Bodenflächen mit Kunststoffen und teerhaltigen Werkstoffen gegen Feuchtigkeit und Wasser ab
  • führen Abdeckungen mit Blech aus
  • stellen den Unterbau für Außenwandbekleidungen her
  • bekleiden Außenwänden mit Platten aus verschiedenen Materialien
  • stellen den Aufbau und die Schichten für begrünte Dächer her
  • bauen Vorrichtungen zur Ableitung von Oberflächenwasser
  • installieren Solarzellen und Dachfenster
  • dichten diese Einbauten mit Blech, Kunststoffen und teerhaltigen Werkstoffen ab
  • errichten Blitzableiter auf dem Dach und entlang der Hauswand
  • errichten und reparieren Dach- und Wandflächen sowie die Holzunterbauten
  • setzen verschiedene Maschinen und Werkzeuge für den Dachbau ein
  • führen die Arbeiten anhand von Plänen und Arbeitsaufträgen allein und im Team durch
  • beachten die Sicherheit, den Gesundheitsschutz und den Umweltschutz auf der Baustelle
  • prüfen fortlaufend die Qualität ihrer Arbeit, dokumentieren die Arbeitsergebnisse, fertigen das Aufmass an (stellen den Umfang ihrer Leistung fest)
  • Bei der speziellen „Reetdachtechnik“ lernen die Azubis außerdem noch das Eindecken von ebenen und gewölbten Dachflächen mit Reet (Schilf) und ihre unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten

Bewerber sollten …

  • körperlich belastbar und schwindelfrei sein
  • handwerkliches Verständnis und Geschick haben
  • gerne im Team arbeiten

Zugangsvoraussetzung

Grundsätzlich ist keine bestimmte Vorbildung für den Lehrbeginn vorgeschrieben. Die meisten Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss, manche auch Fachoberschulreife (Mittlere Reife). Die Gesellenausbildung als „Dachdecker/-in“ dauert drei Jahre und findet im dritten Ausbildungsjahr in zwei Spezialisierungen statt:

  • Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder
  • Reetdachtechnik

Wir suchen Auszubildende! Mehr dazu hier.

Neugierig? Hier gibt’s mehr Informationen:

RahmenlehrplanAusbildungsordnung

 

Ausbildungsinhalte

Im 1. Ausbildungsjahr lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:

  • welche Formen von Schiefer, Dachplatten und Schindeln es gibt und wie sie verarbeitet werden

  • worauf beim Herstellen von Mauerwerk, Putz und Beton geachtet werden muss

  • wie Holzverbindungen und Holzbefestigungen hergestellt werden

  • welche Arbeiten zum Einrichten und Sichern einer Baustelle gehören (z.B. Arbeits- und Schutzgerüste aufbauen, Werkzeuge, Geräte und Maschinen bereitstellen)

  • wie Bauzeichnungen und Verlegepläne zu lesen sind

Im 2. Ausbildungsjahr wird den Auszubildenden u.a. vermittelt:

  • wie Unterkonstruktionen für Außenwandverkleidungen hergestellt werden

  • wie man Firstziegel und Firststeine in Mörtel und mit Trockenelementen verlegt

  • wie Teilbereiche von Dach- und Wandflächen mit Schiefer, Dachplatten und Schindeln gedeckt werden

  • wie man Holzkonstruktionen für Dachstühle oder Fachwerkwände herstellt

Im fachrichtungsspezifischen 3. Ausbildungsjahr erfahren die Auszubildenden schließlich:

  • wie man Gratziegel und Gratsteine verlegt

  • wie man Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz errichtet

  • wie der Oberflächenschutz von Dachabdichtungen hergestellt wird (z.B. durch Besplittungen, Kiesschüttungen und Plattenbeläge)

  • wie man Anschlüsse und Abschlüsse bei Deckungen mit Schiefer, Dachplatten, Schindeln und Wellplatten herstellt

  • wie man Bewegungsfugen herstellt und abdichtet

Während der gesamten Ausbildungszeit wird den Auszubildenden vermittelt:

  • welche gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag entstehen

  • wie der Ausbildungsbetrieb organisiert ist und wie Angebot, Beschaffung, Fertigung und Verwaltung funktionieren

  • wie die Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften angewendet werden

  • wie man Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und Materialverwendung nutzt

In der Berufsschule sind folgende Lernfelder Gegenstand des theoretischen Unterrichts:

  • Ausbilden von Details bei Dachziegel- und Dachsteindeckungen

  • Ausbilden von Details bei Schiefer-, Faserzementdachplatten- und Schindeldeckungen

  • Herstellen einer Bauwerksabdichtung

  • Ausführen von Metalldeckungen

  • Einrichten von Blitzschutzanlagen und Einbauen von Energieumsetzern

  • Warten und Reparieren eines Daches

  • Einrichten einer Baustelle

  • Decken eines geneigten Daches

  • Mauern einer einschaligen Wand

  • Herstellen einer Holzkonstruktion

  • Herstellen eines Stahlbetonbalkens

  • Beschichten und Bekleiden eines Bauteils

  • Herstellen einer Holzdachkonstruktion

  • Decken eines Steildaches mit Dachziegeln und Dachsteinen

  • Decken eines Steildaches mit Schiefer, Faserzementplatten und Schindeln

  • Fertigen eines Flachdaches

  • Ableiten von Oberflächenwasser

  • Bekleiden einer Außenwand